23. November 2005

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Reisebericht Iran, 25. 10. 2004

Salam ihr Lieben

Lange ist’s her seit dem letzten Mail aus der Türkei, als wir uns auf den Grenzübertritt in den Iran freuten. Nun sind wir soeben von einer Tour (Yazd - Tabas - Kerman) durch die Wüsten Dasht e Kavir und Dasht e Lut zurück bei welcher wir den zehntausendsten Kilometer unserer Reise zurücklegten. Neben streunenden Kamelen (die stur auf die Strasse laufen und sich durch nichts beeindrucken lassen) sahen wir alte, verlassene Karavansereien, weite Ebenen durch welche bolzengerade Strassen verlaufen und saftig grüne Oasen. Doch beginnen wir von vorne:

Obwohl wir zu hause beschlossen den Ararat nicht zu besteigen, können wir vor Ort dem Ruf der Berge einfach nicht widerstehen. Dass wir unsere Ausrüstung zu hause ließen, bereuen wir bereits im Camp 1 wo wir die absolut ungenügenden Isomatten auspackten. Die ersten beiden Tage (1. Camp 3200 m und 2. Camp 4200 m) genießen wir herrliches Wetter mit entsprechender Aussicht. Der Gipfeltag wird uns durch Wolken und Wind etwas versaut aber wir kämpfen uns trotzdem auf den Gipfel. Oben auf dem Gletscher sind wir dann wieder größtenteils über den Wolken - fleescho Weitsicht übers Wolkenmeer. Darauf folgt der lange Abstieg (3000 Höhenmeter) und entsprechend erschöpft erreichten wir abends den Camping, wo Jossen treu auf uns wartet.,

Zwei Tage später stehen wir mit Matthias und Katharina (aus Deutschland) am iranischen Zoll. Während die Männer den Papierkram erledigten, sitzen die Frauen mit Kopftuch und Mantel schön brav bei den Autos und starren auf den Boden. Nach nur 1.5 Stunden mit einer äußerst oberflächlichen Fahrzeugkontrolle, sind wir auf iranischem Boden.

Der größte Unterschied zur Türkei ist erst mal die Kleidung und als Autofahrer auch die Strassen: Die Fahrt auf den vorzüglichen Strassen ist nach den Schlaglöchern der Osttürkei ein Genuss. Aber die Verkehrssitten sind rauer geworden. Das Fahren in den großen Städten  ist ein Abenteuer für sich. Immer wieder wird rechts und links überholt, reingedrängelt, abgeschnitten, gehupt und gewunken. Sehr speziell ist auch der Kreisverkehr. Der Rechtsvortritt wird auch hier häufig beachtet und so kann es schon mal vorkommen, dass die Fahrzeuge von vier Seiten auf mehreren Spuren gleichzeitig in den Kreisel fahren, bis alle fein säuberlich ineinander verkeilt sind. Dieser "iranische Knoten" beginnt sich trotz lautem Gehupe erst wieder nach einigen Minuten zu lösen. Auf den Autobahnen (nur wenige Geisterfahrer auf dem Pannenstreifen) und den wenig befahrenen Nebenstrassen, ist das Fahren jedoch ein Genuss.

Nach Tabriz und Teheran fahren wir gemeinsam mit dem deutschen Pärchen und genießen das Übernachten in der einsamen Natur. In Teheran angekommen, fahren wir auf möglichst direktem Weg in den Norden der Stadt, wo wir uns bessere Parkmöglichkeiten (hier wohnen die Reichen) erhoffen. Gleich neben dem Skilift finden wir zwischen den Marmorgebäuden eine Baulücke welche von zwei jungen Männern bewacht wird. Während wir in den Fahrzeugen übernachten, schlafen die beiden in einer kleinen Hütte. Bei den täglichen gemeinsamen Morgenessen und den abendlichen Wasserpfeifen, ist es erstaunlich über wie viele Dinge man sich auch mit minimalem gemeinsamem Wortschatz (sie sprechen kein Englisch) unterhalten kann. Immer wieder sind wir  überwältigt von der Offenheit und Freundlichkeit mit welcher uns wildfremde Leute begegnen. Nach einem gemütlichen Spaziergang im zentralen Markt von Teheran treten wir durch ein Tor auf die Strasse. Ein Mann der gerade einen Karottensaft bestellt hat, grüsst uns. "Very goood, no hurry" und versorgt uns ebenfalls mit Karottensäften um sich umgehend wieder zu verabschieden. In einem alten Teehaus, fleißig an der Wasserpfeife gurgelnd, werden wir von einem älteren Herrn, welcher in Deutschland studiert hat, zu sich nach Hause eingeladen. In seiner riesigen Luxuswohnung im Norden der Stadt genießen wir die Aussicht über das Häusermeer und nachdem wir alle erdenklichen alkoholischen Getränke ablehnten, einen erfrischenden Zitronensaft.

Natürlich habe ich die Kleidung nicht vergessen. Das Thema ist ein Dauerbrenner im Iran. Bei Frauen besteht die Standardausrüstung aus einem schwarzen Tuch welches um den ganzen Körper gehüllt und mit Händen oder Zähnen zusammengehalten wird und theoretisch nur das Gesicht freigeben sollte. Der Tschador (zu deutsch "Zelt") ist jedoch so schlecht am Körper befestigt, dass häufig auch die nächste Kleidungsschicht zu sehen ist. Diese wird, vorwiegend in den Städten und in den nordwestlichen Landesteilen von vielen Frauen ohne Tschador getragen: Den Mantel und das Kopftuch. Wieder ein Thema für sich. Nur soviel sei gesagt: In Teheran reicht das (transparente) Kopftuch einiger junger Frauen noch knapp bis zum Scheitel. Und an den Mänteln sind Schnallen angebracht, welches ein stufenloses Kürzen der Kleidungsstücke ermöglicht...  Für die Männer ist das ganze ziemlich uninteressant. Obwohl offiziell immer noch lange Hemden vorgeschrieben sind, sind kurze Hemden besonders in den Städten weit verbreitet (ca. 50%). Vereinzelt sieht man auch junge Männer in eng anliegenden shirts Marke "massimo". Auch sonst ist vieles "halb so wild". Natürlich sind Singen, Tanzen, Musik, Kartenspiel, Satelliten-TV, Alkohol und vieles mehr verboten. Doch all diese Güter werden uns häufiger angeboten als Koranausgaben oder ein Tschador für Anouk.

Nach Teheran trennen wir uns von Matthias und Katharina und unternehmen eine Tour ans Kaspische Meer. Auf dem Campingplatz angekommen, Jossen mit optimaler Meersicht positioniert, stürzen wir uns mit voller Montur (Anouk) resp. Badehosen (Simon) in die kühlenden Fluten. Da sich die iranischen Sommerferien dem Ende nähern, verabschieden sich immer mehr  unserer Campingplatz-Mitbewohner. Das Adress-Dossier "Teheran" wächst unaufhörlich. Am letzten Abend vor der Schließung des Campingplatzes gibt es eine Abschiedsfeier für die Mitarbeiter, zu welcher wir ebenfalls eingeladen sind. Nach Speis und Trank werden die Tische zur Seite gestellt und die Musik aufgedreht. Doch in diesem Moment knirscht ein fetter Jeep auf dem Sand. In Sekundenschnelle ist es ruhig, wie auf dem Friedhof. Die Sittenpolizei kommt auf Besuch. Nun kommt die definitiv weniger spannende Phase: Eine Stunde Smalltalk sind kein Vergnügen. Die Jungen verdrücken sich möglichst unauffällig und die älteren müssen durchhalten und lächeln. Doch sitzen die Polizisten erst wieder am Steuer, vergeht keine Sekunde und alles ist wieder hergerichtet. Den Unterbruch hat man nach einer Minute bereits wieder vergessen...

Auf dem Weg Richtung Esfahan fahren wir über Teheran, Qom und Kashan. Der Wechsel von den saftig grünen Wäldern beim Kaspischen Meer und den trockenen Wüstengebieten ist abrupt. Am Abend nehmen wir eine kleine Autobahnausfahrt und suchen uns ein ruhiges Nachtquartier. Ein Wüstenfuchs springt über die Strasse und wir halten an. Doch schon kommt uns ein Auto entgegen und der Fahrer fordert uns eindringlich auf ihm in seine Oase zu folgen. Nachdem wir mindestens fünf Mal abgelehnt haben, (zwei mal Ablehnen ist ein Muss: Erst das dritte Angebot ist ernst gemeint) fahren wir mit und treffen ca. 10 km weiter auf unser romantisches Nachtquartier - eine kleine Privatoase.

In Kashan sehen wir den "Pajero" (das Auto) der Deutschen am Wegrand und treffen sie wenig später beim Stadtrundgang. Ein weiteres Widersehen in Shiraz wird nun mit Uhrzeit und Datum festgenagelt. Schon wenig später erreichen wir Esfahan und treffen im Hotel viele bekannte Gesichter aus der Türkei. Das holländische Pärchen, welches mit ihren Fahrrädern nach Indien und China will, ist ebenso hier, wie die deutschen Motorradfahrer welche die Strecke wegen mangelnden Ersatzteilen größtenteils auf Lastwagen zurücklegten. Der Innenhof des Hotels bietet jegliche Möglichkeit um News über Zollbestimmungen und Visaerteilung auszutauschen und den Erzählungen vergangener und gegenwärtiger Reisen zu lauschen. Nebst den üblichen kulturellen Höhepunkten (einige Reisegruppen bleiben volle drei Tage um die vielen Moscheen zu besichtigen) bietet Esfahan mit den gemütlichsten Teehäusern im Iran. So ist es möglich Wasserpfeife und Tee in einem privaten, mit Teppichen ausgelegten, Brückenpfeiler zu genießen oder mit einem Tee in der Hand auf einem Dach sitzend, das Treiben auf dem zentralen Platz zu verfolgen.

Mit unserem Auto können wir bisher wirklich mehr als zufrieden sein. "Jossen" hatte nach seiner anfänglichen Auspuffschwäche (Italien) nur noch ein akutes Batterie-Leiden (für 5 CHF ersetzt) zu verzeichnen. Selbst der iranische Treibstoff, welcher nicht immer die höchsten Qualitätsstandards erfüllen soll, schmeckt ihm bestens. Doch die Hinterreifen, welche bereits in der Schweiz etwas in die Jahre gekommen wahren, wollten wir nun endlich mal ersetzen. Also los zum Reifenhändler. Im dritten Laden treffen wir auf einen sehr hilfsbereiten Herrn, welcher leider nur noch ein Exemplar der passenden Reifen besitzt, uns jedoch unbedingt weiterhelfen möchte. Um die Suche zu erleichtern fährt er uns zu weiteren Reifenhändlern und lädt uns schließlich, da der Erfolg ausbleibt und die Mittagszeit naht, zum Mittagessen zu sich nach Hause ein. Nachdem er und seine Frau (per Telefon) die Einladung mehrmals bekräftigten, willigen wir schließlich ein. Beim Haus angekommen, staunen wir nicht schlecht: Garten mit Springbrunnen, Esszimmer und Wohnraum auf drei Ebenen, die Sitzecke ist durch eine große Glaswand vom indoor-Schwimmbecken getrennt und ständig flimmern die Bilder der neuesten Modeschauen über den Bildschirm... Nach einem unvergesslichen Tag fahren wir mit Jossen (immer noch mit den alten Reifen) und zwei Schachteln mit süßem Gebaeck, zurück zum Hotel.

In Shiraz grüssen die Leute freundlich "Hello mister, thank you" und wenden alle erdenklichen Tricks an um uns ihre wertvollen Stücke teuer zu verkaufen. Da bei den Frauen immer noch schwarz angesagt ist, ist die Farbe natürlich ein besonders verlockendes Verkaufsargument: "This is turkish quality this is BLACK BLACK". Anouk hat mittlerweile drei Mäntel und mindestens ebenso viele Kopftücher. Durch gekonnte Kombinationen kann sie sich innert weniger Minuten von der oberorthodoxen Nonne zur aufmüpfigen Großstadtislamtussi wandeln. Was man alles so lernt auf Reisen... Doch Shiraz ist auch die Stadt der Mediziner: Während in Teheran und Esfahen besonders Nasenoperationen hoch im Kurs stehen (ist halt eines der wenigen Körperteile das man sieht), sind hier Augenoperationen angesagt. Die Leute kommen von weit her um sich ihre Kurzsichtigkeit weglasern zu lassen (2 Augen a 300 US$). Nun wissen wir auch weshalb uns im Innenhof des Hotels ständig diese Tschador-Omas mit den coolen Sonnenbrillen (Blues Brothers) begegnen!

Auf der Strasse oder im Restaurant wird man immer wieder auf politische Themen angesprochen. Junge Männer wollen nicht verstehen weshalb Europa durch wirtschaftliche Beziehungen das Mullah-Regime stützt. Speziell die Deutschen bekommen dies zu hören, da in den letzten Wochen in den iranischen Zeitungen immer wieder Berichte über eine intensivierte wirtschaftliche Zusammenarbeit zu lesen waren. "Sagt Herrn Schroeder, er soll unsere Regierung nicht unterstützen." Oder ein anderer: "Hoffentlich wird Mr. Bush wieder gewählt. Dann greift er den Iran an und befreit uns aus unsrer miserablen Lage." Es ist allgemein erstaunlich mit welcher Offenheit die Leute ihre Meinung artikulieren. Einige entschuldigen sich bei Anouk, dass sie im Iran ein Kopftuch tragen muss. Sehen sie das Mullah-Bild in unserem Sprachführer so reiben sie sich, um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen, die Augen.

Persepolis bleibt auch für Kulturbanausen wie wir es sind, unvergesslich. Mit einer detaillierten Schilderung der berühmten Reliefs möchte ich Euch jedoch nicht weiter belästigen und verweise auf jedes bessere Geschichtsbuch...

Von Persepolis geht es weiter nach Yazd, wo uns die spezielle Wüstenarchitektur interessiert. "Eishäuser" umschließen mit einem großen kuppenförmigen Dach aus Lehmziegeln eine tiefe Mulde, in welcher in den Wintermonaten riesige Mengen Schnee und Eis gesammelt werden. Während der warmen Jahreszeit dienten diese Häuser früher als Aufbewahrungsort für Nahrungsmittel. Eine weitere Spezialität sind die "Windtürme", eine alte Form der Klimaanlage. Die Türme sind rechteckig und an allen vier Seiten mit Öffnungen versehen. Sie leiten den Wind über einen Kamin und ein darunter liegendes Wasserbecken in die Wohnbereiche, welche so angenehm kühl gehalten werden. Leider sind die Türme meist nicht mehr in Gebrauch, weshalb ich den Effekt nicht selber nachvollziehen konnte (Gruner: Mittels CFD verifizieren). Natürlich möchte ich Euch die Quanat-Systeme nicht vorenthalten mit welchen Grundwasser über eine Distanz von bis zu 30 km in die Städte geleitet wird. In Gebieten mit konstantem Grundwasserpegel sind diese bis heute in Betrieb und fördern das Wasser teilweise bis zur Erdoberfläche.

Herrencoiffeurs gibt es an jeder Ecke. Was aber wenn sich Frau mal die Haare kürzen möchte? Simon hat sich bei seinem Coiffeur erkundigt und für den nächsten Tag einen Termin vereinbart. Mit dem Coiffure und seiner Schwester Zohra geht es ohne Ehemänner zum vornehmsten Damensalon der Stadt. Dieser ist in einem Keller gelegen und durch viele Vorhänge vor männlichen Blicken gesichert. Haare schneiden scheint jedoch auch hier eher ein Fremdwort zu sein. Dafür sind die Angestellten wahre Meister, wenn es um die Entfernung der Gesichtshaare geht. Als wir eintreten strahlen uns unzählige rote Gesichter entgegen. Katharina und Anouk  nehmen die Gelegenheit wahr um etwas "verheirateter" auszusehen. (Gesichtshaarentfernung ist verheirateten Frauen vorbehalten) Das wichtigste Merkmal sind die Augsbrauen. Es gibt wohl nicht eine verheiratete Frau welche diese nicht feinsäuberlich gezupft hat. Mittels Fotos wird die bevorzugte Form ausgewählt. Während die Gesichtshaarreduktion wirklich professionell ablief, kommen beim Haare schneiden jedoch echte Zweifel an der Kompetenz der Friseurin auf. Schritt 1 Haare färben (nur für Katharina): 4 Frauen sind dabei beschäftigt! Eine pinselt die Farbe ins trockene (!!) Haar, eine übernimmt die Funktion einer  Haarklammer, (dieses Utensil scheint bisher unbekannt zu sein) und 2 tupfen die überschüssige Farbe aus dem Gesicht! Schritt 2: Haare waschen im Toilettenwaschbecken und zur Wärmebehandlung unter eine altersschwache Haube, die es einem abwechselnd heiß und kalt werden lässt. Schritt 3: Haare schneiden. Eine hält die Haare hoch, die andere schnibbelt. Mal links, mal rechts, usw. so dass statt der gewünschten 2cm mal locker 8 cm abgetrennt werden... Als links schon gefönt wird (eine hält den Fön, eine die Bürste...), schneiden rechts noch zwei an den Haaren herum... Leider ist die ganze Pracht jetzt natürlich unterm Kopftuch versteckt. Wenige Tage später bekamen wir jedoch unverhofft die Gelegenheit, selbst einmal ausgiebig unsere Harre betrachten zu können und das kam so:

Bei der Freitagsmoschee wurden Anouk und Katharina von drei (komplett verhüllten) Iranerinnen, zu einer Party eingeladen. Männer waren natürlich nicht erlaubt, sonst würde die Sittenpolizei intervenieren... Eine Stunde später, holen sie uns weniger verhüllt und komplett geschminkt mit Mega-1-Meter-Wasserpfeife im Gepäck am Hotel ab und wir fahren ein paar Strassen weiter zu einem stink normalen Wohnhaus. Dort werden wir bereits von 10 weiteren komplett durchgestylten Mädels (einige bereits verheiratet und Mütter von Kindern) erwartet. Für uns heißt das natürlich auch Kopftuch runter,  Manteau aus und enges T-Shirt an! Nach einem harmlosen Tee mit unzähligen Leckereien, geht es dann zur Sache: Aktuelle pers. Popmusik wird auf Wohnviertellautstärke aufgedreht (bei uns ständen nach spätestens 10 Minuten sämtl. Nachbarn vor der Tür...) und die Unterhaltung wird in 10facher Lautstärke weitergeführt... Nach fünf Minuten kreisen 3 Mega- Wasserpfeifen. 2 Mädels tanzen jeweils in der Zimmermitte in absoluter Ekstase sowie perfektem pers. Bauchtanz und werden vom darum sitzenden Rest lauthals beklatscht und bejubelt. Katharina und ich müssen natürlich auch ein paar Mal unsere Hüften wippen lassen,  was zu komatösem Gelaechter und noch mehr Gekreische führt. 6 Stunden lang wird von uns allen ausgiebigste getanzt, gejohlt und geklatscht. Dazwischen gibt es mit Abstand das leckerste Essen, das uns auf unserer Reise bisher vorgesetzt wurde, eben mal "richtige" iranische Küche. Nach dem Eindunkeln, als sich nach dem 3. Essen des Nachmittages alle wieder in der Tschador schälen um nach Hause zu gehen, werden Katharina und ich noch zum Abschluss schminktechnisch so richtig aufgebrezelt. Allerdings können die Unverheirateten nicht verstehen, warum wir unsere Gesichtshaare nicht hatten entfernen lassen, schließlich würde auf glatter Haut doch das Make up viel besser haften....  Mögen die Frauen im Iran in der Öffentlichkeit noch so unterdrückt sein, diese haben zumindest jeden Freitag ihren Spaß, denn es wird immer reihum gefeiert. Für uns war es das durchgeknallteste Partyerlebnis ever!

Irgendwann während der Woche in Yazd beginnt der Ramadan. Doch wie wir bald feststellten, bringt der Ramadan für uns mehr Vor- als Nachteile: Die Geschäfte sind nun über den Mittag durchgehend geöffnet und die fast food-Restaurants schon von weitem an den säuberlichst mit alten Zeitungen abgeklebten Scheiben zu erkennen. Natürlich sind wir bei weitem nicht die einzigen die von dieser Gelegenheit gebrauch machen. Laut unbestätigten Berichten einiger Locals essen die meisten Perser während dem Ramadan. Und dies wie das meiste was verboten ist, bei sich zu hause.

Nun noch ein (letztes) kurzes Wort zu den neuesten Reiseplänen: Wir bleiben noch eine Wochen im Iran und nehmen danach die Fähre über den persischen Golf (nach Dubai) um anschließend die Emirate und den Oman zu besichtigen. Von Muskat soll’s möglich sein (inshallah), unser Auto nach Indien (Mumbai) zu verschiffen. Alles klar?

Liebe Grüsse

Simon und Anouk

FORTSETZUNG OMAN
Iran-Reiseforum

 

Auf zum Ararat

Gute Sicht von Camp 2

Gipfel in Greiffnaehe

Bereit fuer den Iran

Die Kleidung: Immer ein zentrales Thema

Unsere Gastgeber in Teheran

Am kaspischen Meer

Wuestenarchitektur in Kashan: Windturm

Moschee

Moschee - Detail

Gewuerze in Esfahan

Markt von Shiraz

Relief in Persepolis

Die Kleiderordnung hat sich durchgesetzt

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